Diagnostik bei Kindern

Zick-Zack-Hui-Figur

Vor dem Therapiebeginn führen wir ein ausführliches Erstgespräch durch. Aus unserer Erfahrung ist es meist besser möglich, über Schwierigkeiten und Probleme zu sprechen, wenn das Kind beim Gespräch nicht dabei ist. Das Kind hat so die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von der „Ergo” zu machen und unvoreingenommen von den Angeboten zu profitieren.

In den ersten Ergotherapiestunden wird eine eingehende Diagnostik zum Entwicklungstand des Kindes durchgeführt. Dabei geht es nicht nur um die Feststellung der Defizite, sondern vor allem auch um seine Fähigkeiten. Darüber hinaus ist es auch sinnvoll, gemeinsam mit dem Kind Zielsetzungen zu formulieren.

Bei der Durchführung der Diagnostik ist es wichtig, das Kind nicht zu überfordern. Vielmehr geht es darum, es dazu zu motivieren, zu zeigen, was es kann. Wenn die einzelnen diagnostischen Verfahren nicht direkt nacheinander durchgeführt werden können, z.B. weil die Motivation des Kindes hierfür nicht ausreicht, wird die Diagnostik unterbrochen und in kleineren Einheiten zu verschiedenen Zeiten durchgeführt. Auch deshalb kann eine eingehende Diagnostik, aus unserer Sicht, nicht innerhalb von 2 bis 3 Therapieeinheiten durchgeführt werden.

Standardisierte Testverfahren z.B. zur Abklärung

  • der visuellen Wahrnehmungsleistung
  • der motorischen Leistungen (Grob- und Feinmotorik)
  • der auditiven Wahrnehmungsverarbeitung
  • der Schulreife
  • des allgemeinen Entwicklungsstandes

Ergänzende Testverfahren z. B. zur Abklärung

  • der graphomotorischen Leistungen
  • der Malentwicklung
  • des binokularen (beidäugigem) Sehen (Screening Test)
  • Verschiedene Beobachtungsverfahren
  • Stand der sensorischen Integration (SI)
  • Soziale Interaktion
  • Freie Beobachtung

Wenn notwendig, empfehlen wir ergänzend auch eine weiterführende fachübergreifende Diagnostik.

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